BK-RiV als Therapeutikum

Bereits in der DDR wurde BK-RiV in einer Vielzahl von Tests und Tierversuchen geprüft.
Interessanterweise zeigten sich bei Impfversuchen mit BK-RIV am Tiermodell überzeugende therapeutische Effekte bei Virus- und Krebserkrankungen. Schließlich wurde BK-RiV als potentielles Humanarzneimittel in einer klinischen Studie gegen Papillomatosen unterschiedlicher Lokalisation erfolgreich eingesetzt.

 

Innerhalb der engen Grenzen des Arzneimittelgesetzes werden (im Rahmen der Therapiefreiheit behandelnder Ärzte) seit den neunziger Jahren Patienten mit BK-RiV behandelt. Die Anwendung erstreckt sich neben Tumorerkrankungen und schweren Viruserkrankungen (HIV, Hepatitis C) auch auf Autoimmunerkrankungen (Psoriasis) und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, wobei BK-RiV sowohl als eigenständiges Therapieprinzip als auch zur Unterstützung und Ermöglichung der konventionell medikamentösen, chirurgischen und Strahlentherapie eingesetzt wird. Die Auswertung von Patientendaten und Nachkontrollen, die sich über einen Zeitraum von teilweise bis zu 20 Jahren erstrecken, zeigte, dass BK-RIV-Behandlungen nicht mit lokalen, generalisierten oder späten Nebenwirkungen einhergehen.

 

Alle geprüften Laborwerte (Enzyme, Blutzellen u.a.) blieben normal oder normalisierten sich unter der Behandlung. Allergische Reaktionen wurden nicht beobachtet.

 

In Kooperationen mit der Universität zu Lübeck und der Universität Greifswald wird das therapeutische Potential von BK-RiV auf molekularer Ebene erforscht. So zeigen z.B. aktuelle Arbeiten, die im Institut für Anatomie der Universität zu Lübeck durchgeführt wurden, dass BK-RiV in Tiermodellen Zytokinmuster verändern und sowohl zelluläre als auch
humoraler Komponenten des Immunsystems beeinflussen kann.